Sep
05
2010
Wenn man erst einmal auf jemand aufmerksam geworden ist, sieht man ihn oder sie öfter. So geht es mit dem Pippau, den wir erst kürzlich kennengelernt haben. Was uns aufmerksam gemacht hat, war seine schöne leuchtend gelbe Blüte. Nun sehen wir den Pippau ‘realistischer’ und im ganzen. Ein hübsches Blümchen eben.
Die Gesamtansicht zeigt den sogenannten Habitus, die Blattform und auch die Anordnung der Blätter als Rosette am Boden, die Verzweigung des Stängels, die Blüten, die Knospen und auch die entwickelnden Flugsamenstände.

Tags: Blattrosette, Crepis, gezahnt, Korbblütler, Pippau, slawisch
Sep
05
2010
Hoch über der Straße, da wo eine Eisenbahntrasse eine Straße überbrückt, auf der Böschung, leuchten sie im Sonnenschein des späten Nachmittags: die Hagebutten der Rugosa. Beispiellos und ein Genuss fürs Auge.

Tags: Schönheit
Sep
04
2010
Auf der grünen, nein, inzwischen mehr graubraunen Wiese wächst auch der Kamillentee. Na ja, Tee ist das im Grunde genommen noch nicht, es handelt sich um eine krautige Blume mit heilsamen Ölen. Klein und unscheinbar wächst sie zwischen all den anderen Pflanzen.
Auch diese nette Pflanze gehört zum Universum der Korbblütler.

Tags: Kamille, Korbblütler, Matricaria chamomilla, Tee
Sep
04
2010
In der Jugend als U-Boot in modrigen Tümpeln ganz wie die Mistbiene und auch wie die ganz heiß auf Blumen, wenn sie erwachsen als geflügeltes Leckermaul durch die Welt summt.
Die Sumpfschwebfliege lebt nicht nur in Sümpfen. Sie ist mehr ein Wiesentier, obwohl ihr Name das nicht verraten mag. Sie sollte Wiesenschwebfliege heißen, denn am liebsten sitzt sie dort auf Blüten und nuckelt Pollen und Nektar mit ihrem Rüssel. Dabei ist sie sehr reinlich und putzt sich oft. Pollen, der aus den Blüten an ihrem Körper haftet, verputzt sie dabei gleich. Sehr praktisch. Sehr nützlich sind die Schwebfliegen sowieso, weil sie bei ihren Blütenbesuchen sehr viele Pflanzen bestäuben. Ohne Schwebfliegen gäbe es viel weniger Blumen auf der Welt.
Sie zieht sich fein an, wenn zum Ende des Sommers der Blumenwalzer auf den Wiesen getanzt wird: Hübsche gelbe Zeichnung auf dem Hinterleib und der Rücken des Thorax in feinen Nadelstreifen gekleidet. Ein begehrter Tanzpartner mit guten Manieren.
Ihr zoologischer Name Helophilus trivittatus bedeutet übrigens Sumpffreund Dreischärpe. Durchaus nachvollziehbar, wenn man das Tierchen sieht.


Tags: Helophilus trivittatus, Rattenschwanzlarve, Sumpfschwebfliege, Wiesenbewohner
Sep
03
2010
Fängt man einmal an, sich für Pflanzen, Tiere, ja für die Welt um einen herum zu interessieren, merkt man bald: Es gibt vieles, was man sieht und noch viel, viel mehr, das man nicht sieht und auch nicht versteht. Das Deprimierende dabei ist, dass man auch keine Hoffnung haben darf, da jemals durchzusteigen. Ehrlich gesagt, ist die Wisserei irgendwann auch langweilig. Und dann diese verkorksten Namen, in denen sich irgendwelche Wichtigtuer verewigt haben: Diesus Dingus Heinzii Meieronii
Die uferlose Vielfalt zeigt sich schon bei den Arten an, die vielgestaltig und dabei einander so ähnlich sind, gleichzeitig so variabel und sich nicht an die Zeichnungen und Fotos in den Büchern halten mögen.
Was ist z. B. mit Schmetterlingen? Ja, ein paar bunte findet man schnell. Und dann gibt es atemberaubend schöne, die wird man nie sehen. Und noch viel mehr kleine und weniger auffällige, die es in Unzahl gibt. Und nur, weil etwas nicht auffällt, ist es nicht gleich unwichtig. Schönheit im kleinsten Sandkorn, das Universum ein Schmuck, oder wie die Alten Griechen sagten Kosmos, was eben das bedeutet; man hört es noch in Kosmetik.
Was ist mit dem kleinen Falter auf dem Foto, der wie ein Hund ausschaut? Für uns ein Namenlos. Ist er weniger hübsch als die bunteren Rüsseltiere im Sonnenschein?

Tags: Kosmos, Variabilität, Vielfalt